F1: Magnús Skúlason meldet erneut Anspruch auf Titel an

08.08.2013 13:21

Foto: Rosl Rößner

Ganz fest in dänisch-isländischer Hand war der Fünfgang bis fast zum Schluss. Spannend wurde es ganz am Ende nochmal, als der amtierende Weltmeister Magnús Skúlasson in die Bahn ritt. Als der Routinier mit Hraunar frá Efri-Raudalaek im faszinierenden Tölt, hervorragendem Trab, rasanten Rennpass und rundem Galopp um die Bahn ritt, waren plötzlich alle 6000 Zuschauer auf den Rängen "Schweden" und applaudierten von Beginn an rhythmisch mit. Gute Leistungen kennen eben keine Ländergrenzen. Mit 7,9; 8,1; 8;1; 7,3; 7,9 machte Skúlasson deutlich, dass er sich seinen Titel nicht so leicht nehmen lassen wird.

Zuvor hatte es, anders im Viergang, beim Fünfgang eine ganze Weile gedauert, bis die Richter wirklich tief in die Kiste greifen und hohe Noten herausziehen durften. Da gab es zwar starke Leistungen in einzelnen Aufgabenteilen, aber immer wieder sorgten Patzer beim Umstellen oder im Pass dafür, dass dem engagierten Publikum der Beifall im Hals stecken blieb. Bester im ersten Block war der Däne Fredrik Rydstróm, der mit Hrekkur frán Hálásen schöne 6.70 Punkte erritt (am Ende war das Platz 8) und damit andeutete, was nach den Auftritten von Julie Christiansen mit Straumur frá Seljarbrekku (7.07 Punkte, am Ende Platz 6) und Samantha Leidesdorff mit Farsaell vom Hrafnshot (7.33, am Ende Platz 2) klar war: Ohne Dänemark würde auf dieser Weltmeisterschaft im Fünfgang nichts gehen.

Dass die stärkste Konkurrenz aus Island kommt, machten Sigursteinn Sumarlidason mit Skuggi frá Hofi I in zweiten Startblock und besonders Jakob Svavar Sigurdsson, der aktuell Platz zwei der Weltrangliste in dieser Prüfung innehat, überdeutlich. Beide hatten 7.30 Punkten lange gemeinsam die Führung inne und teilen sich vor der Endausscheidung Platz 3.

Unterstützt wurden die Reiter von einem ebenso engagierten wie sachverständigen Publikum, das mitging, wenn sich das anbot: zum Beispiel beim Schritt von Heljar frá Stóra Hófi, zu dem die für Schweiz startende Reiterin Silvia Ochsenreiter-Egli exakt passend den "Pink Panther" ausgewählt hatte; das sich aber mit dem Beifall zurückhielt, wenn die Reiter darum baten – auch wenn es ob der gezeigten Leistungen zuweilen sichtlich schwerfiel. So herrschte zum Beispiel bei Jakob Sigurdssons Ritt atemlose Stille, als er im Pass die langen Seiten herunterschoss. Erst als Alur am Ausgang "sicher" durchpariert war, brach orkanartiger Jubel aus. 

Teuer "verkauft" haben sich auch die jungen Reiter (bis 21 Jahre). Deren bester, Arnar Bjarki Sigurdarson aus Island, holte 6,80 Punkte und wäre damit im Gesamtklassement zehnter geworden. Auch Elisabeth Katharina Schaaf, die für Deutschland Njórdur vom Schluensee vorstellte und mit 6,27 bei der YR zweite ist, bekam verdient viel Beifall. Ebenso die Schweizerinnen Helen Zbinden (Platz 3) und Lara Balz (Platz 5) sowie die Schwedin Anne Ivarsdottir (Platz 4).

 

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