Junge Hengste: Desert und Spóliant die Stars

08.08.2013 18:24

Zwei Stunden später als geplant – aber dafür auf einer nach dem Unwetter wieder bestens präparierten Bahn stellten sich die 5- und 6-jährigen Hengste den strengen Augen des Richterteams. Rebecka Frey (Schweden), Barbara Frische (Deutschland) und Chefrichter Guðlaugur Antonsson (Island) waren ganz offensichtlich am meisten beeindruckt von den starken Leistungen der Vertreter Islands und vom für Deutschland vorgestellten Spoliant vom Lipperthof.

In der ersten Gruppe war es der lackschwarze Desert frá Litlalandi, vorgestellt für Island von Guðmundur Fridrik Björkvinsson, der als Fünfjähriger die ganze Strecke in beeindruckendem Rennpass absolvierte und dafür eine 8.5 bekam, verbunden mit einer 9 für den guten Geist (Spirit). 8.31 stand am Ende als Note unter den Reiteigenschaften – 0,12 mehr als in der Qualifikation. Und bei den Sechsjährigen setzte Gigur von Brautarholti, präsentiert von Þórður Þorgeirsson, mit 9,5 für Rennpass ein Ausrufezeichen und kam insgesamt auf eine Reiteigenschaftsnote von 8,4.

Riesigen Beifall gab es für Spoliant vom Lipperthof, dessen faszinierendes Gangpotential Þórður Þorgeirsson professionell ausreizte. 8,78 für Reiteigenschaften standen schon nach dem ­ersten Durchgang zu Buche. 8.90 waren es in der Qualifikation gewesen – es gibt also sogar noch Luft nach oben.

Auf eine Verbesserung im zweiten Durchgang am Samstag ­hoffen mit Sicherheit die Starter, die an diesem Mittwoch ihre Optimalform noch nicht gefunden hatten – zum Beispiel der schicke Fuchs Ás-Sjoli von der Igelsburg aus Deutschland, der mit 7,86 für Reiteigenschaften deutlich unter den Leistungen lag, die er bei der Qualifikation (8.22) oder im Frühjahr in Wurz (8.46) gezeigt hatte; der für Schweden vorgestellte Hrimnir frán Valne Gárd, der auf 7,93 Punkte kam, in diesem Jahr aber auch schon 8.35 für Reiteigenschaften erreicht hatte; der isabellfarbene Ljosi frá Bispegarden aus Dänemark, der mit schnellem Pass (8,5) und Galopp (8,5) punktete und am Ende für seine Reiteigenschaften 7,95 bekam. Auch er hatte 2013 an dieser Stelle schon einmal 8,24 auf der Ergebnisliste.

Laufi vom Lipperthof aus Deutschland hatte Pech im Rennpass und deshalb bislang eine Reiteigenschaftsnote von 7,75 (Quali: 8,12); dem norwegischen Fünfjährigen Noi vom Jakobsgárden wurde eine lange Seite Kreuzgalopp zum Verhängnis. Dafür gab es nur eine 6, womit er weit unter der Qualifikationsnote (8.56) rangiert.

Richtig Pech hatte der schwedische Sechsjährige Mozart frán Sundsberg. Er hatte mit 8,75 die mit Abstand höchste Note für sein schönes Gebäude, trat sich dann aber bei einer langen Seite im Renngalopp ein Eisen ab. Sein Reiter Vignir Jónasson musste die Prüfung abbrechen und konnte sie erst am Ende, nachdem das Problem behoben war, fortsetzen. Wohl auch deshalb blieb er mit 7,73 weit hinter der Reiteigenschaftnote aus seiner Qualifikation (8,45) zurück.

 

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